Auf einen Kaffee mit … Julia Fahlke

FREIHEIT! So steht es in Großbuchstaben auf der ersten Seite ihrer Webseite. Dr. Julia Fahlke, Nordlicht, Paläontologin, Übungsleiterin für Reha-Sport, Ernährungsberaterin, Fitnesstrainerin und Coachin für The Work of Byron Katie hat sich die Freiheit genommen – und ist vor einem Jahr nach Amrum gezogen. Dort, in dieser wunderschönen Umgebung, an den traumhaften Stränden der Insel bietet die begeisterte Sportlerin maßgeschneiderte Einzelcoachings, (Online-) Seminare und im Juni 2022 ein großes Sommer Retreat an. Ich durfte ihr unlängst ein paar Fragen stellen:

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, als Coachin auf Amrum zu arbeiten?

In einer Zeit, als es mir privat nicht so gut ging, bin ich zunächst auf den Buddhismus und später auf die Methode „The Work“ von Byron Katie gestoßen. The Work ist für mich ein fester Bestandteil meines eigenen Repertoires zur Stressreduktion geworden. Die Methode hat sich für mich als so kraftvoll erwiesen, dass ich tiefer einsteigen wollte und auch die Möglichkeit haben, sie an andere Menschen weiterzugeben. Deshalb habe ich mich für die Coachin-Ausbildung entschieden.

Körperliche Bewegung und Sport gehören schon seit ich denken kann zu meinem Leben. Ich fand für mich heraus, dass die Freiheit und das Glücksgefühl in der Bewegung sich sehr ähnlich anfühlen, wie das Gefühl, nachdem ich einen stressigen Gedanken mit The Work untersucht habe. Es geht darum, die eigene Handlungsfähigkeit zu erfahren! Deshalb finde ich die Kombination dieser beiden Elemente total schlüssig.

Und Amrum, nun ja, wo kann man Freiheit besser fühlen als hier: Endloser Strand, weite Horizonte…

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit, Frau Fahlke?

Dass ich mich in der aktiven Arbeit mit Menschen lebendig fühle. Ich liebe offene Kommunikation! Und dass es mir möglich ist, meine Klient*innen auf ihrem ganz eigenen Weg zu unterstützen. Wenn jemand für sich einen Fortschritt oder einen Durchbruch erlangt hat, ist es so wunderbar, die Freude darüber mitzuerleben. Es ist eine sehr dankbare Arbeit.

Welche Stationen und Erfahrungen waren bisher wichtig für Sie?

Ich denke, zunächst der Wechsel aus den Naturwissenschaften in einen Dienstleistungsberuf. Ich habe erfahren dürfen, wie interessant es ist, in Kontakt und Kommunikation mit vielen verschiedenen Menschen zu sein, nicht bloß am Rechner oder mit dem engen Kolleg*innenkreis, sondern live, in Farbe und physisch. Das hat mir auch eine gewisse Bodenständigkeit zurückgegeben.

Und auch selbst zu erleben, wie sich welche Art der körperlichen Bewegung auswirkt und welche Methoden für mich funktionieren, um ausgeglichen und klar durchs Leben zu gehen. Und das ist ein andauernder Prozess… (lacht).

Nicht zu vergessen: Die Begegnungen! Ich habe das Glück gehabt, immer wieder auf Menschen zu treffen, die sich als wohlwollende, wegweisende Lehrer*innen entpuppten. Dafür bin ich sehr dankbar!

Was war Ihr Berufswunsch, als Sie 15 Jahre alt waren?

Da wollte ich Paläontologin werden und ausgestorbene Lebewesen erforschen. Das habe ich ja dann tatsächlich auch gemacht…

Wie fängt ein guter Tag für Sie an?

Mit ausschlafen, einem entspannten Frühstück und Bewegung in der Natur.

Welches Buch lesen Sie zur Zeit?

„Der Selbstheilungscode“ von Tobias Esch.

Was macht für Sie den Reiz der beruflichen Selbstständigkeit aus?

Die Herausforderung, immer wieder für mich selber auf-, ein- und geradezustehen. Die Selbstständigkeit bringt zum einen große Freiheiten mit sich, zum anderen aber auch Verantwortung. Das bedeutet absolute Ehrlichkeit mir selbst gegenüber: Eine Idee funktioniert oder sie funktioniert eben nicht. Da gibt es kein Schönreden. Und ich mag den Prozess im Austausch mit den Klient*innen. Wenn man Menschen etwas Gutes tun möchte, muss man zurückhaltend sein. Jemandem etwas überzustülpen geht nicht, genauso wenig wie dieselben Mittel für jede*n anzuwenden. Jede*r findet den eigenen Weg, und es ist immer Erkenntnis und Wachstum auf beiden Seiten.

Welche Entscheidung möchten Sie nicht missen?

Die Zelte auf dem Festland abzubrechen und nach Amrum zu ziehen. Mir wird immer wieder gesagt, wie mutig das war. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob nicht auch eine gute Portion Leichtsinn dabei war (lacht). Aber es war einfach das Richtige. Manchmal weiß man das, und dann gibt es keinen Grund mehr, es nicht zu tun…

Wie verbringen Sie am liebsten einen freien Tag?

Draußen, gehend, laufend, den Wind in den Haaren und die Füße im Sand. Und anschließend eine Verabredung mit guten Freunden.

Danke für das Gespräch, liebe Frau Fahlke – und alles Gute für die Zukunft. Wir sehen uns auf der Insel – oder in Hamburg!

Infos und Buchungen bei:

Julia Fahlke

Coaching und Bewegung auf Amrum

julia@coaching-amrum.de

04682 9684227

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