Auf einen Kaffee mit …. Margret Stürz

Tänzerische Anmut, Klugheit, Humor und eine enorm positive Ausstrahlung – das fällt zuerst auf im persönlichen Kontakt mit Margret Stürz. Ihre Anleitungen im Training sind präzise und überaus achtsam, sie hat jeden Teilnehmer im Blick, jede Stunde bei ihr ist durchdacht und inspirierend zugleich. Nach zahlreichen fundierten Weiterbildungen hat sich die gelernte Tanzpädagogin selbständig gemacht und zusammen mit einem Arzt für Traditionelle Chinesische Medizin die Schule für Taijiquan und Qigong aufgebaut. Nach Jahren der Beschäftigung in diversen großen Studios, zum Beispiel im Meridian, ist das eine wunderbare und gelungene Entwicklung. Aktuell macht sie, sozusagen als Krönung, noch eine Ausbildung zur Heilpraktikerin – als Ergänzung zu ihrem bisherigen gesund erhaltenden Angebot. Eine tolle Frau, von der wir sicher noch hören werden. Hier ihre Antworten auf meine Fragen.

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Margret Stürz

geboren am 11. Januar 1960

liest gerne, schaut gerne, träumt gerne, denkt gerne

hat wenig Freiraum für Reisen in ferne Länder

findet die Reise ins Innere spannend

1. Was magst du besonders an Deiner Arbeit, Margret?

Die Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen, ihren Körper, ihre Körperempfindung neu oder anders zu entdecken.

Das Wunderwerk Mensch-Körper-Bewegung-Empfindung zum Inhalt meiner Arbeit machen zu dürfen.

2. Was genau bietest du an?

Ich biete Qigong-Unterricht, Pilates-Unterricht, allgemeine Kräftigung-Beweglichkeit-Entspannung an.

3. Welche Stationen waren wichtig für Dich?

Ich denke, die wichtigste Entscheidung war, mich zu trauen, die Aufnahmeprüfung an der „Lola-Rogge-Schule“ hier in Hamburg zu machen – sie zu bestehen und dann nach Hamburg zu ziehen – also der Stationswechsel von Bielefeld nach Hamburg. Die Bewertung ist natürlich aus dem heutigen Blick heraus. Ich kann nicht sagen, wie mein Leben in Bielefeld verlaufen wäre, ob mein Leben unerfüllter oder besser verlaufen wäre. Auf jeden Fall hat mich die Entscheidung für die Ausbildung in Hamburg um eine Persönlichkeitsfacette reicher gemacht. Die Erfahrungen als Lehrerin für Körper-und-Geist-Arbeit hätte ich so, glaube ich, in Bielefeld nicht gemacht.

4. Was war Dein Berufswunsch als du 14 Jahre alt warst?

Mir ist nicht bewusst, dass ich ein Berufswunsch hatte – jedenfalls keinen, der mir so wichtig war, dass ich ihn nicht vergessen hätte. Ich weiß aber, dass ich ein „Star“ sein wollte – gerne mit singen und tanzen….

Ich kann mich an einen Fernsehabend mit meiner Mutter und meinen Geschwistern im Jahr 1974 erinnern: es war ein Samstagabend-Show-Programm und es traten zum ersten Mal in Deutschland die Pointer Sisters auf. Das waren vier schwarze Pastorentöchter aus Amerika mit unglaublichen Stimmen und mit Tanzeinlagen, dazu Quincy Jones mit Orchester. Das war für mich unfassbar, ich habe den Auftritt mit jeder Zelle, jeder Pore meines Körpers aufgesogen —— ich denke, mir fehlte der Mut, oder überhaupt die Annahme einer Möglichkeit, dass ich so etwas machen könnte….. Meine Mutter dachte übrigens, ich sei völlig übergeschnappt – so hatte sie mich wohl noch nie erlebt. Ich habe dann ein paar Jahre später Tanzunterricht genommen, Workshops besucht und dadurch ist der Kontakt zur Lola-Rogge-Schule entstanden.

5. Welches Buch liest Du zurzeit?

Da ich mich zurzeit in der Ausbildung zur Heilpraktikerin befinde, „muss“ ich jede Menge Fachliteratur lesen. Es wartet aber der dritte Band von Karl Ove Knausgard „Spielen“ auf mich – ein Norweger, der eigentlich nur über sich und sein Leben schreibt, aber in einer Art und Weise, die mir in Vielem aus dem Herzen spricht….sehr gehaltvoll – manchmal etwas langatmig, was man ihm aber nicht übel nimmt. Er wird auch als der neue Marcel Proust gehandelt.  Also – sobald etwas mehr Platz im Kopf ist geht’s ans „Spielen“.

6. Was würdest du während eines Sabbaticals tun?

Hätte ich die Möglichkeit, würde ich sie nutzen: um durch den Abstand mein Tun zu überprüfen, um neue Eindrücke zu gewinnen – auch in beruflicher Hinsicht. Reisen nach Schottland, China. Würde mir kleine persönliche Herausforderungen suchen

7. Was bedeutet Bewegung für Dich?

 Früher habe ich Bewegung immer als ein Teil der Musik empfunden.

Heute ist Bewegung für mich Kommunikation, Gesunden, aber auch Überanstrengung, in-sich-Hineinhorchen, Fragen stellen und manchmal Antworten bekommen, Bewegung kann etwas in Bewegung bringen. Etwas in uns ist immer in Bewegung – das Leben…

8. Welche Entscheidung möchtest du nicht missen?

Die Entscheidung, bei der Gründung der Schule durch Michael Plötz mit einzusteigen. Ich habe circa 15 Jahre fast nur in großen Sportclubs gearbeitet, mit offenen Kursen, sodass eine Kontinuität in der Entwicklung der Teilnehmer nicht gegeben beziehungsweise für mich nicht zu sehen war. Hier in der „Schule für Taijiquan und Qigong konnte ich mir das erste Mal eigene Gruppen aufbauen, kann die Teilnehmer viel besser begleiten und habe einen persönlicheren Bezug dazu. Das Arbeiten bekommt mehr Tiefe und Ruhe – auch in der Bewegung.

9. Wie verbringst du am liebsten eine Auszeit / Deinen Urlaub?

Es zu erleben, mal keine Termine oder Verpflichtungen zu haben. Etwas entstehen lassen zu können, z.B. einen Wunsch; den Wunsch, ans Meer zu fahren, den Wunsch, in eine Ausstellung zu gehen, den Wunsch, Blumen zu pflanzen……

10. Worauf möchtest du nicht verzichten?

Auf gutes Essen ( am liebsten aus Bioanbau), auf die Tasse Kaffee / Tee und das Glas Wein. Ausgewähltes Essen ist für mich wie Medizin und somit ein Teil meiner Lebenspflege. Außerdem möchte ich nicht auf ein gutes Buch verzichten, ein Buch, das mich unterhält, mich zum Denken anregt, mich neugierig auf die nächste Seite macht und eine Sprache hat, die selbstverständlich daherkommt, ohne flach zu sein.

11. Was magst du an der beruflichen Selbständigkeit?

Die mögliche Entscheidung, ob ich meine Zeit verplempere oder konstruktiv nutze. Und dass die Büroarbeit, die ich zu erledigen habe, für mein Unternehmen ist und nicht für jemand anderes.

12. Wie beginnt ein guter Tag für Dich?

Für mich fängt ein guter Tag mit dem Gefühl an, Zeit zu haben. Zeit für eine Meditation am Morgen und anschließende Qigong-Übungen – am liebsten im Wald. Anschließend ein Frühstück in Ruhe – dann kann Dir nicht mehr viel passieren…..

Danke vielmals, liebe Margret! Ich kann Deine Arbeit sehr empfehlen!

 

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Schule für Taijiquan und Qigong
Bogenstrasse 54b
20144 Hamburg 
www.margretstuerz.de